Es sind die, die nichts besitzen
Die uns all das geben
Was unbezahlbar ist.

 

Offene Wasserstellen wie Regentonnen, Gartenteiche, Swimmingpools oder Planschbecken können für viele Tiere zur tödlichen Falle werden. Besonders gefährdet sind Katzen, Igel, Eichhörnchen, Marder, Vögel, Mäuse, Amphibien und Insekten.

Warum sind Wassertonnen so gefährlich?

 Wassertonnen besitzen häufig:

  • glatte, senkrechte Innenwände
  • keinen Ausstieg
  • tiefes Wasser
  • oft einen schmalen Rand

Fällt ein Tier hinein, kann es sich meist nicht mehr herausziehen. Die Tiere erschöpfen schnell und ertrinken schließlich.

Besonders problematisch:

  • Jungtiere haben wenig Kraft
  • nasses Fell macht Katzen und kleine Säuger schwerer
  • nachts oder bei Regen werden Gefahren schlechter erkannt

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Katzen und Wasser – ein gefährlicher Irrtum

Viele Menschen glauben, Katzen könnten sich grundsätzlich gut retten. Tatsächlich können Katzen zwar schwimmen, geraten aber schnell in Panik, wenn:

  • die Wände zu glatt sind
  • sie keinen Halt finden
  • das Wasser kalt ist
  • sie erschöpfen

Vor allem geschwächte, junge oder ältere Katzen schaffen es oft nicht mehr aus tiefen Behältern heraus.

Weitere gefährdete Tiere

Igel

Europäischer Igel geraten besonders häufig in offene Wasserbehälter. Sie können glatte Wände nicht erklimmen und ertrinken oft unbemerkt.

Amphibien

Frösche, Kröten und Molche werden von Wasser angezogen, finden aber häufig keinen Ausstieg mehr.

Vögel

Kleine Vögel nutzen Wasserstellen zum Trinken oder Baden. Rutschige Ränder können ihnen zum Verhängnis werden.

Insekten und Kleintiere

Auch Bienen, Hummeln oder Mäuse sterben häufig in offenen Wasserbehältern.

Gefahr durch Swimmingpools

Swimmingpools wirken auf Tiere zunächst wie natürliche Wasserflächen. Viele Tiere erkennen die Gefahr nicht.

Typische Probleme bei Pools

  • glatte Poolwände
  • hohe Beckenränder
  • fehlende Ausstiegshilfen
  • Abdeckungen, unter die Tiere geraten können
  • Erschöpfung durch langes Schwimmen

Tiere schwimmen oft verzweifelt am Rand entlang, ohne einen Ausstieg zu finden.

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Chlor und Chemikalien

Poolwasser kann zusätzlich gesundheitsschädlich sein:

  • Chlor reizt Augen, Haut und Schleimhäute
  • verschlucktes Poolwasser kann zu Magenproblemen führen
  • Algizide und Reinigungsmittel können giftig sein

So können Tierhalter vorbeugen

Wassertonnen sichern

  • immer mit Deckel verschließen
  • engmaschige Abdeckungen verwenden
  • Ausstiegshilfen anbringen:
    • Holzbrett
    • Ast
    • stabile Rampe
  • Wasserbehälter regelmäßig kontrollieren

Pools tierfreundlicher machen

  • flache Ausstiegshilfen installieren
  • spezielle Poolrampen nutzen
  • Tiere niemals unbeaufsichtigt lassen
  • Pool nachts möglichst abdecken

Trinkmöglichkeiten anbieten

Gerade im Sommer suchen Tiere dringend Wasser. Sichere Trinkstellen helfen:

  • flache Wasserschalen
  • Steine oder Äste als Landemöglichkeit für Insekten
  • täglicher Wasserwechsel

Warum das wichtig ist

Schon einfache Maßnahmen können Leben retten. Viele Tiere sterben jedes Jahr unbemerkt in offenen Wasserbehältern – obwohl sich die Gefahr mit wenig Aufwand vermeiden ließe.

Tierfreundliche Gärten schützen nicht nur Haustiere, sondern auch Wildtiere, die besonders in heißen Sommern auf Wasserquellen angewiesen sind.